Musikinstrumentenbauer - Sachsen 2014 - page 18

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Musik
Instrumentenbauer
Streich
instrumente
Wolfram Ries
Geigenbaumeister
Neubau von
Geigen, Bratschen, Celli
Rückbau historischer
Streichinstrumente
Handel
Reparatur, Restaurierung
Vermietung
Domplatz 6
06108 Halle/Saale
Tel.: +49-(0)345-208 22 65
Fax: +49-(0)345-209 97 95
Di.-Fr.: 9-13 / 15-18 Uhr
und nach Vereinbarung
Sprachen:
n den Sommermonaten, wenn
die Musik in den Orchester-
räumen verstummt, widmet sich
Wolfram Ries vor allemWartungs-
arbeiten von kostbaren Instru-
menten der Orchester in Halle/
Saale, Magdeburg und Dessau-
Roßlau. In den kühleren Monaten
konzentriert sich der leidenschaft-
liche Geigenbauer auf den Bau von
feinen Geigen, Bratschen, Celli
sowie auf den Rückbau von
Barockinstrumenten. Bis zu
200 Stunden arbeitet Wolf-
ram Ries an einer neuen Gei-
ge. Der Bau einer Bratsche
und eines Cellos dauert sogar
noch etwas länger. Danach
nimmt er sich noch einige
Wochen, um das Instrument
zusammen mit dem Kunden
einzustellen – bis der Klang,
der die Seele verzaubert,
gefunden ist.
Wolfram Ries
Geigenbaumeister
In seiner Freizeit spielt Wolf-
ram Ries regelmäßig Cello in
verschiedenen Ensembles.
Der gebürtige Bayer und
spätere Schleswig-Holsteiner
ließ sich 1998 mit einer ei-
genen Werkstatt am Hallen-
ser Domplatz nieder. Seine
Grundausbildung als Geigen-
bauer erhielt Wolfram Ries
an der Geigenbauschule Mit-
tenwald. Die Gesellenjahre
führten ihn zu Givens Violins
(USA), Urs Wenk-Wolff (Norwegen)
und zuletzt wieder nach Deutschland
zu Rudolf Masurat. Durch mehrere
Praktika bei Christian Brosse in Bor-
storf/Hamburg erwarb Wolfram Ries
weitere Kenntnisse über historische
Streichinstrumente. 1997 legte er
die Meisterprüfung ab und erreichte
beim 3. Internationalen Geigen-
bauwettbewerb in Mittenwald den
ersten Platz für ein Cello.
I
Das Problem:
Blockierte Halswirbel verursachen Schmer-
zen und können bisweilen zur Spielunfähigkeit führen.
Ursache sind verkrampfte Muskeln, die auf abgehende
Nervenbahnen drücken. Das wiederum hat nachstehende
Ursachen: Die normalen Kinnhalter folgen der Form des
Unterbugverlaufs am Instrument. Die Kante des Kinnhal-
ters drückt schmerzhaft auf die Haut zwischen Holz und
Knochen. Das Kinn wird automatisch und meist unbewusst
verdreht und somit die Wirbel in eine extrem belastende
Position gebracht. Eine gewisse Zeit geht das. Aber irgend-
wann „streiken“ die Muskeln und verkrampfen. Außerdem
Der ergonomische Kinnhalter
rutscht ein schlecht passender Kinnhalter
immer mit der Haut über den Knochen –
also man drückt stärker und verspannt sich umso mehr.
Die Lösung:
Eine nach den anatomischen Gegebenheiten
erfolgte Ausarbeitung am Kinnhalter verhindert den Druck
und sorgt für eine entspannte Haltung. Der Kinnhalter ist
so tief ausgefräst, dass der Haken hinter dem Kinnknochen
einrastet und so einen sicheren und festen Halt ohne das
Festklemmen mit Halsmuskelkraft ermöglicht. Natürlich
funktioniert das nur mittels einer gut angepassten Schulter-
stütze.
Ludwig Schäfer, Geigenbauer in Gotha (siehe S. 19)
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